

Ein künstliches Hüftgelenk nimmt vielen Menschen jahrelange Schmerzen; andere trifft die Operation plötzlich, nach einem Sturz. In beiden Fällen entscheidet die Reha, wie sicher und kraftvoll du wieder auf den Beinen stehst. Bei BodyLab in Zürich Altstetten begleiten wir dich nach deiner Hüft-OP von den ersten Schritten mit Stöcken bis zurück in deinen Alltag.
Reha nach OP
Für welche Eingriffe diese Reha gedacht ist
Im Zentrum steht die Reha nach der Hüft-Totalprothese (Hüft-TP), also einem künstlichen Hüftgelenk. Genauso begleiten wir dich nach einem hüftnahen Bruch, nach einer Hüftarthroskopie und nach einer Wechseloperation. Jeder dieser Eingriffe hat sein eigenes Nachbehandlungsschema, der Aufbau folgt aber immer derselben Logik: so früh aktiv wie möglich, so geschützt wie nötig.
Und wenn deine Hüfte ohne Operation schmerzt, findest du die konservativen Wege auf unseren Seiten zu Hüftarthrose und Leistenschmerzen.
So läuft deine Reha nach der Hüft-TP: drei Phasen
Übrigens: Ist deine Operation geplant, aber noch nicht durchgeführt, lohnt sich der Start schon vorher. Kraft und Ansteuerung, die du vor dem Eingriff aufbaust, musst du danach nicht neu erarbeiten. Sprich deinen Operateur oder deine Hausärztin auf eine Verordnung für diese Vorbereitung an, die sogenannte Prähabilitation, oder melde dich direkt bei uns, wir nutzen die Zeit bis zur OP mit dir.
Phase 1, Schutz und Mobilisation
In den ersten Wochen bringen wir dich zurück in Bewegung, im schmerzfreien Bereich und soweit dein Nachbehandlungsschema es erlaubt. Dafür kombinieren wir manuelle und aktive Therapie in der Behandlung mit deinem Heimprogramm, und zur Gangschule mit Stöcken gehört von Anfang an der Alltag dazu: sicher aufstehen, gehen, Treppen steigen. Die Narbe behandeln wir vorsichtig mit, im Tempo der Wundheilung. Gegen die Schwellung arbeitet vor allem die Bewegung selbst, wo nötig unterstützt die manuelle Lymphdrainage.
Phase 2, Kraft und Funktion
Jetzt bauen wir gezielt Kraft auf, allen voran in den Gesässmuskeln: Sie stabilisieren dein Becken bei jedem Schritt und entscheiden über ein hinkfreies Gangbild. Neben der aktiven Physiotherapie eignet sich dafür die Medizinische Trainingstherapie (MTT), ein gerätegestütztes Aufbautraining unter Anleitung, und du trainierst, wo du behandelt wirst: direkt in der Praxis.
Phase 3, Rückkehr in Alltag und Sport
Am Ende trägt dich deine Hüfte wieder durch den ganzen Tag: längere Gehstrecken, Treppen ohne Nachdenken, sicheres Gleichgewicht, und je nach Ziel auch Wandern, Velofahren oder Schwimmen. Treibst du regelmässig Sport, bauen wir gezielt dorthin auf, bis zur Rückkehr in dein Training. Deinen Fortschritt messen wir an der Kraft deiner Hüft- und Gesässmuskulatur im Seitenvergleich, an Gangbild und Gehstrecke, immer gegen deine eigenen Ausgangswerte. Diese Werte, gelesen mit unserer klinischen Erfahrung, bestimmen die nächsten Schritte.
Die Bewegungsregeln der ersten Wochen
Zu deinem Nachbehandlungsschema gehören anfangs einfache Regeln, die schützen, was dein Operateur aufgebaut hat. Welche das sind, hängt vom Eingriff ab: Nach einer Prothese ist es die sogenannte Luxationsprophylaxe, Positionen, die das neue Gelenk meiden sollte, bis es stabil eingeheilt ist. Nach einer Arthroskopie, etwa mit Labrumnaht, sind es meist Grenzen für Beugung, Drehung und Belastung, damit die genähten Strukturen in Ruhe anwachsen. Wir zeigen dir, wie du sie im Alltag umsetzt, damit du jederzeit weisst, was du darfst und was noch nicht.
Und die Osteopathie?
Eine Hüfte, die lange geschmerzt hat, hat Becken, Lendenwirbelsäule und die Gegenseite jahrelang mitarbeiten lassen; nach einem Sturz wirkt der Aufprall oft über die Hüfte hinaus. Beides verschwindet nicht von selbst mit der Operation. Hier kann die Osteopathie deine Reha sinnvoll ergänzen: Sie untersucht und behandelt die Bewegungseinschränkungen, die zurückgeblieben sind.
Sicher unterwegs: Gleichgewicht gehört zur Hüft-Reha
Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit trainieren wir in jeder Hüft-Reha mit. Nach längerer Schonung sind sie oft schon vor dem Eingriff eingeschränkt, und die Operation selbst stört zusätzlich die Propriozeption, also das Gespür des Gelenks für die eigene Position im Raum. Ein eigenes Thema werden sie nach einem Sturz oder wenn du dich unsicher auf den Beinen fühlst: Dafür haben wir ein strukturiertes Sturzpräventions-Programm.
Abgestimmt mit deiner Klinik und deinem Operateur
Deine Hüft-Reha folgt dem Nachbehandlungsschema deines Operateurs; bring es zusammen mit Verordnung und OP-Bericht zum ersten Termin mit. Bei Fragen tauschen wir uns direkt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt aus. Einen Überblick über unsere Rehabilitation nach Operationen und den Trainingsbereich direkt in der Praxis findest du auf der Übersichtsseite.
Dein erster Termin: so starten wir
Damit deine Reha ohne Lücke an den Klinikaustritt anschliesst, melde dich am besten schon vor dem Austritt bei uns; so können wir den ersten Termin direkt im Anschluss planen. Auch sonst findest du bei uns meist kurzfristig einen Termin, und siehst du online keinen passenden, ruf an: 044 545 03 03.
Bring mit, was du hast: die ärztliche Verordnung, wenn vorhanden den OP-Bericht und das Nachbehandlungsschema. Wir lesen deine Unterlagen, erheben deinen Eingangsbefund mit messbaren Werten und übersetzen das Schema deines Operateurs in einen Plan, der zu deinem Alltag passt. So weisst du von der ersten Stunde an, wo du stehst und was als Nächstes kommt.
Und weil die ersten Wochen einen festen Rhythmus brauchen, planen wir die Folgetermine am besten gleich als Serie mit dir, in den ersten vier bis sechs Wochen meist zwei pro Woche; absagen kannst du bis 24 Stunden vorher, einen neuen Termin findest du dagegen nicht immer so schnell.
Wann zur Ärztin oder zum Arzt
Komplikationen nach einer Operation sind selten. Geh aber sofort in ärztliche Abklärung bei einem dieser Zeichen:
Fieber, während die operierte Stelle heisser, röter und schmerzhafter wird: mögliches Zeichen einer Infektion.
Wade oder Bein einseitig geschwollen, gespannt oder druckschmerzhaft: mögliche Thrombose, gerade in Phasen mit wenig Bewegung.
Plötzlich deutlich weniger Kraft oder Gefühl als in den Tagen davor: das gehört vor der nächsten Therapie ärztlich beurteilt.
Schmerz, der trotz Entlastung von Tag zu Tag zunimmt: dein Operateur sollte ihn sehen.
Diese Zeichen sind selten. Und trifft nichts davon zu, steht deiner Behandlung bei uns nichts im Weg.
Kostenübernahme
Physiotherapie wird mit ärztlicher Verordnung von der Grundversicherung übernommen. Nach einem Unfall übernimmt die Unfallversicherung beziehungsweise die Unfalldeckung deiner Krankenkasse. Für die Medizinische Trainingstherapie (MTT) braucht es vorgängig eine Kostengutsprache deiner Krankenkasse, das klären wir vor dem Start mit dir. Die Osteopathie buchst du direkt, ohne Verordnung; an den Kosten beteiligen sich die meisten Zusatzversicherungen für Alternativ- und Komplementärmedizin.
Ob Physiotherapie oder Osteopathie: Als Selbstzahler bist du jederzeit willkommen, an Behandlung und Zeit ändert das nichts. Was deine Behandlung kostet, findest du unter Tarife und Kostenübernahme.
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