Functional Movement Screen (FMS)

Functional Movement Screen (FMS)

 

BodyLab | Zürich

Osteopathie und Physiotherapie | Rehabilitation und Training

Zürich Altstetten

Wie in unserem Blog über klinische Tests bereits ausführlich erklärt, werden die in der Anamnese gewonnenen Hypothesen mittels clinical reasoning analysiert und durch verschiedene diagnostische Tests und Assessments objektiviert.

Dies ist wichtig, um die eigene Arbeitsweise und die therapeutische Arbeitshypothese zu überprüfen. Aber genauso motivierend für den Patienten oder Klienten zu wissen, auf dem richtigen Weg zu sein und die gewünschten, angestrebten Fortschritte zu erreichen.

So können Probleme oder Beschwerden nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv gemessen und interpretiert werden. Veränderungen (sei dies Verbesserungen oder Verschlechterungen) werden durch re-Tests so klar festgestellt, dokumentiert und aufgezeigt.

An einer unserer regelmässigen, internen Weiterbildung bei BodyLab Osteopathie und Physiotherapie | Rehabilitation und Training in Zürich haben wir uns mit dem Functional Movement Screen (FMS) befasst.

Der Functional Movement Screen (FMS)

Eine relativ schnelle und einfache Möglichkeit, aktive Bewegung in Bezug zur Qualität aber auch zur Quantität zu messen, ist der Functional Movement Screen (FMS).

Ein Beispiel von qualitativen Bewegungsmerkmalen ist die Bewegungsstärke. Diese charakterisiert das Ausmaß, in dem Muskelkraft innerhalb einer Bewegung eingesetzt wird.

Die Qualität oder auch der Bewegungsumfang beschreibt die optimale räumliche Ausdehnung einer Bewegung. Sie widmet sich somit dem Verlauf einer Bewegung.

Der FMS Test ist eine Testbatterie, welche in den 90er Jahren für «Highschool-Athleten» von Gray Cook, einem Physiotherapeuten und Krafttrainer, zusammen mit Lee Burton, einem Athletic-Coach, entwickelt wurde. Was ursprünglich mal für Athleten gedacht war, dient nun als objektives Hilfsmittel sowohl für Trainer, als auch für Physiotherapeuten.

Das Grundprinzip des FMS besagt, dass zuerst die Bewegungsqualität verbessert werden sollte und danach die Quantität angepasst werden kann. Wenn die Bewegungsqualität (Kraft, Bewegungsstärke) nicht gut genug ist, dann kann das Defizit zu einer Kompensation in einer anderen Region führen, was weitere Verletzungen bedeuten kann.

Weiter gibt der FMS uns Hinweise, wie sich jede Person bewegt (Quantität) und kann weitere Gebiete in die Untersuchung einfliessen lassen.

Ablauf des Functional Movement Screen (FMS)

Der Test beinhaltet sieben unterschiedliche Bewegungen oder Bewegungsabläufe, die ein Zusammenspiel von Mobilität und Stabilität aufzeigen.

Diese Bewegungen sind:

– Tiefe Kniebeuge (Overhead Squats)

– Hürden Schritt (Hurdle Step)

– Ausfallschritt (Lunge)

– Aktive Beinhebung in Rückenlage (Active straight leg raise)

– Schulter Mobilität (Shoulder mobility)

– Rumpf- Stabilitäts- Liegestütze (Trunk stability push up)

– Rotationsstabilität (Rotory stability)

Functional Movement Screen (FMS) BodyLab | Osteopathie und Physiotherapie | Rehabilitation und Training Zürich
Functional Movement Screen (FMS) BodyLab | Osteopathie und Physiotherapie | Rehabilitation und Training Zürich
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Jede dieser Bewegungen gibt dem Tester bzw. Therapeuten Informationen über Dysbalancen, muskuläre Schwächen, Asymmetrien und Limitationen, welche dann eine globale Bewegungseinschätzung eines Einzelnen aufzeigt.

Die einzelnen Test – Bewegungen können über ein Punktesystem gewertet werden. Die Punkte werden folgendermassen verteilt:

0 = Schmerz

1 = ausser Stande die Bewegung auszuführen

2 = die Bewegung kann ausgeführt werden aber mit Kompensation

3 = die Bewegung kann vollständig ausgeführt werden.

Kann die verlangte Bewegung bzw. Übung infolge von Schmerzen nicht durchgeführt werden, wird dies mit einer 0 gewertet und der Test ist ungültig bzw. nicht bewertbar (die Bewegungen müssen schmerzfrei ausgeführt werden können).

Der Functional Movement Screen (FMS) in der Physiotherapie

Wenn wir die Tests bei unseren Patienten oder Sportlern im BodyLab durchführen, achten wir vor allem auf das Bewegungsmuster und wie dieses ausgeführt wird.

In der Physiotherapie geht es dabei nicht primär um Punkteverteilung, sondern mehr um das ganze Bewegungsmuster. Es gibt den Therapeut:innen sowohl objektive als auch subjektive Anhaltspunkte, welche Gebiete wir noch spezifischer testen möchten und anschauen sollten. Auch kann so ein zielführender, objektiv messbarer Therapieverlauf gewährleistet und sichergestellt werden. Denn wenn wir an den Schwachstellen sowohl mit Übungen, als auch manualtherapeutisch am Patienten arbeiten und «re-testen», können wir konkret sehen ob sich objektiv Dysbalancen, Schwächen, Asymmetrien und Limitationen verbessern. Und zusätzlich aber auch, ob sich subjektiv die Schmerzen beeinflussen und vermindern lassen.

Es dient als ein «Tool» zur Messung von aktiven Bewegungen, welche wir Therapeuten nicht mit unseren Händen spüren können. So erhalten wir wie auch unsere Klienten objektivierbare Aussagen und Anhaltspunkte, wo sich unsere Kunden mit unserer Hilfe (weiter) verbessern können oder verbessert haben.

Gerne verweisen wir auf die offizielle Homepage des Functional Movement Screen (FMS), wo weitere detaillierte Informationen gefunden werden können.

Wenn Sie uns brauchen, wir sind gerne für Sie da!

Ihr BodyLab Team – Ihre Spezialisten bei Rehabilitation und Training

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Literaturhinweise:

Functional Movement Screen (FMS)

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